Menschen betreuen.
Leben begleiten.

Tagesstruktur: Atelier Humus

Angebot

Soll ich für dieses Bild eher fröhlich bunte oder melancholisch graue Farben wählen? Will ich die Tonoberfläche eher rau oder glatt? Welches Motiv möchte ich bei diesem Mosaik umsetzen und in welchen Farben? Kreativ sein bedeutet u.a., sich mit dem eigenen Befinden auseinanderzusetzen und zu entscheiden. Das Schaffen im Atelier Humus fördert die selbstständige Reflexion von Menschen mit psychischen Problemen, die für eine selbstbestimmte Lebensweise zentral ist. Dazu gehört –wie im Alltag – das Durchhalten, wenn der Pinsel mal kleckert oder der Ton bröckelt. Die Teilnehmer des Aktivierungsprogramms werden bei den auf ihre Fähigkeiten abgestimmten Arbeiten unterstützt und gefördert. Ist der letzte Tupfer auf der Leinwand oder der letzte Nadelstich getan, können sie sich über ein Erfolgserlebnis freuen und sich mit frischem Selbstvertrauen an ein neues Werk machen.

 

Das Kursangebot, zugeschnitten auf Menschen mit psychischen und/oder physischen Beeinträchtigungen, findet in den inspirierenden Räumen einer Künstlergemeinschaft statt. Genutzt wird es entweder als längerfristige Tagesstruktur, als kurz- bzw. mittelfristige Übergangslösung (z.B. zwischen zwei Arbeitsstellen oder nach einem Klinikaufenthalt) oder als Freizeitprogramm. Es findet jeweils an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag  von 14–17 Uhr statt.

 

Geleitet und betreut wird das Programm von Ellen Müller, einer Künstlerin mit kunsttherapeutischer Zusatzausbildung. Sie bietet eine Vielzahl von Materialien, Arbeitsgeräten und Arbeitsmitteln an, mit deren Anwendung sie eng vertraut ist. Die Teilnehmer haben dadurch die Gelegenheit individuell auf sie zugeschnittene Projekte realisieren zu können. Ihre Begleitung wird situativ angepasst und variiert von strukturierend, unterstützend bis fordernd und ist nach Bedarf therapeutisch ausgerichtet.

 

Das Atelier Humus wird von der Soul Works Foundation (www.soulworks.ch) betrieben, einer gemeinnützigen Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat Kunst und soziales Engagement auf verschiedenen Ebenen zu fördern.

Die Kosten werden von der Behindertenhilfe oder Sozialhilfe übernommen. Dazu muss eine Anmeldung erfolgen und eine Kostengutsprache eingeholt werden.